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Wir
Donnerstags um 20.00 Uhr im ai-Büro, in den ungeraden Kalenderwochen. Bitte meldet euch vorher kurz an, damit wir wissen, dass ihr kommt, und ihr nicht vor verschlossener Tür stehen müsst. Das nächste Treffen findet ausnahmsweise und außer der Reihe am 29.Juli statt.
Unsere e-Mailadresse lautet hsg@ai-tuebingen.de. Interessentenberatung ist donnerstags in den ungeraden Kalenderwochen um 20.00 Uhr.
Wenn ihr an Aktionen, die wir organisieren, teilnehmen wollt, dann könnt ihr euch bei uns auf den Aktionsverteiler setzen lassen. Wenn wir eine Mahnwache, einen Infostand, einen STAND UP, vielleicht irgendwann mal einen Flash Mob machen, dann bekommt ihr kurz vorher von uns eine e-Mail. Bisher ist der Aktionsverteiler noch nicht sehr aktiv -- wir streben etwa eine Aktion pro Monat an.
Am Montag den 19.7. haben wir ab 16.00 Uhr gemeinsam mit Freunden und Interessierten Briefe für die beiden Menschenrechtler Ali Ben Salem aus Tunesien und Wandile Dludlu aus Swasiland geschrieben. Beide werden aufgrund ihrer Arbeit für die Menschenrechte von der Polizei unter Druck gesetzt, Wandile Dludlu wurde sogar gefoltert. Es war schön, dass sich einige für unsere Arbeit interessiert haben und mit uns im Alten Botanischen Garten Briefe an die jeweils verantwortliche Regierung geschrieben haben, und sich damit für Ali Ben Salem und Wandile Dludlu eingesetzt haben.
Am Mittwoch, den 23. Juni, haben wir auf der Neckarbrücke eine Mahnwache veranstaltet, mit der wir auf den Fall von Troy Davis aufmerksam machen wollten. Troy Davis war 1991 des Mordes an dem Polizisten Mark Allen MacPhail schuldig befunden worden, obwohl die Behörden nie eine Tatwaffe vorweisen oder Spuren finden konnten, die Davis mit der Tat in Verbindung gebracht hätten. Drei Mal stand seine Hinrichtung aufgrund des Mordvorwurfes kurz bevor und wurde doch jedes Mal wieder aufgeschoben. Seit 18 Jahren sitzt Troy Davis nun bereits in der Todeszelle. Sieben der ursprünglich neun Zeugen haben ihre damals gemachten Aussagen später zurückgezogen oder geändert. Es wird vermutet, dass einer der verbliebenen Zeugen der eigentliche Täter ist.
Amnesty International setzt sich für eine Begnadigung Davis' ein und möchte vor allem vor der erneuten Anhörung am 23.6. auf der ganzen Welt Aktionen veranstalten, die auf Davis' Schicksal aufmerksam machen. Auch wir möchten uns daran beteiligen und haben daher ab 16 Uhr am 23.6. über die Todesstrafe und über Davis' Fall informiert.
Eine Online-Petition gibt es unter: http://takeaction.amnestyusa.org/siteapps/advocacy/index.aspx?c=jhKPIXPCIoE&b=2590179&template=x.ascx&action=12970


Das Landestheater Tübingen beschäftigt sich in einer neuen Reihe mit vergessenen Ländern und Personen, die es nur selten in unsere Medien schaffen. Oft gelingt es ihnen erst durch verzweifelte Aktionen auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Am Samstag, den 12.06. ging es um 22 Uhr um die Flüchtlingsproblematik. Stefan Schmidt, der Kapitän der "Cap Anamur", nahm 37 afrikanische Flüchtlinge auf seinem Schiff auf, um sie aus Seenot zu retten, wofür er 2004 wegen „Beihilfe zur illegalen Einreise“ angeklagt wurde. Schmidt sprach im LTT über seine Erfahrungen und seine Sichtweise der Dinge.
Wir waren mit Informationen zu Aktionen von Seiten Amnesty Internationals vor Ort und gaben den Zuhörern durch unsere Petitionen die Möglichkeit sich sowohl für bessere Bedingungen in den Flüchtlingslagern, als auch für die Anerkennung der Rechte der Flüchtlinge einzusetzen.
An dieser Stelle möchten wir auch dem Landestheater Tübingen für die nette Zusammenarbeit danken.
Nähere Informationen zu der Reihe im LTT finden Sie hier: http://www.landestheater-tuebingen.de/main.php/rubrik/spielplan/urubrik/extras/stueck_id/679
Beim Stocherkahnrennen waren wir auf der Neckarinsel mit einem Stand vertreten, um über unsere Arbeit zu informieren. Sehr erfolgreich war für uns besonders, dass wir dabei 90 Unterschriften für die Petition zum Fall von Wandile Dludlu sammeln konnten.
Wandlile Dludulu ist ein Student aus Swasiland, der im September 2009 nach einer Protestveranstaltung des Gewerkschaftsverbandes COSATU (the South African Congress of Trade Unions) widerrechtlich inhaftiert und gefoltert wurde. Wandile legte daraufhin eine offizielle Beschwerde ein, die allerdings abgewiesen wurde. Im Oktober 2009 erhob er schließlich eine Zivilklage wegen der erlittenen Schäden. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Mehr Informationen zum Stand der Menschenrechte in Swasiland gibt es hier: http://www.amnesty.de/jahresbericht/2010/swasiland

Wie letztes Jahr haben wir am 1.5. auf die Situation von Gewerkschaften und ihren Mitgliedern, die aufgrund ihres Engaments bedroht sind, aufmerksam gemacht. So sammelten wir auf dem Marktplatz in Tübingen erneut Unterschriften für verfolgte Gewerkschafter in Vietnam und dem Iran.
Bereits am Sonntag, den 7.3.2010, haben wir im Rahmen des Gottesdienstes in der Stiftskirche auf das Leiden der Frauen in Burkina Faso aufmerksam gemacht. Burkina Faso hat die höchste Müttersterblichkeit weltweit, dort sterben jedes Jahr mehr als 2.000 Frauen in der Schwangerschaft und bei der Geburt. Das sind im Schnitt mindestens fünf Frauen pro Tag. Ihr Leben und das ihrer Kinder könnte in den meisten Fällen gerettet werden.
Amnesty international hat zu diesem Thema eine große Kampagne gestartet, die auch eine online Petition beinhaltet: http://www.amnesty.de/petition/2010/3/gegen-die-muettersterblichkeit-burkina-faso?destination=campaign%2F665%2F739
Zwei Aktivisten der honduranischen Zivilgesellschaft, Bertha Oliva de Nativí und Jesús Graza, berichteten auf Einladung mehrerer Organisationen, darunter FIAN und amnesty international, über die Situation ihres Landes nach dem Putsch im Sommer 2009. Jesús Graza schilderte die Hintergründe des Putsches in seinem Land und korrigierte die in den Massenmedien meist deutlich verkürzte Darstellung. Bertha erzählte von der aktuellen Situation in Honduras und den zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, die von der Regierung begangen werden. Sehr eindringlich war dabei die Präsentation einzelner Schicksale von Menschen, die in den letzten Monaten ermordet oder auf Demonstrationen von Staatskräften misshandelt wurden. Schlussendlich appelierten die beiden an die Solidarität der Zuhörenden und betonten die Bedeutung der Unterstützung der protestierenden Zivilgesellschaft in Honduras durch die internationale Gemeinschaft.

Im Rahmen der Demand Dignity Kampagne von amnesty international haben wir auf die Problematik von Zwangsverteibungen und Umsiedlungen aufmerksam gemacht. Dazu haben wir Postkarten an die Botschafter der Länder Kambodschia und Kenia gesammelt, auf denen Entschädigung für die Opfer der Zwangsräumungen und ein Ende dieser menschenunwürdigen Praxis gefordert wird.
Die größte Aktion des Wintersemesters planten und veranstalteten wir am 10.12., dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Zusammen mit der katholischen und evangelischen Fachschaft, sowie mit Terre des Femmes veranstalteten wir eine große Menschenrechtsparty, um Tübinger Studierende auf das Thema Menschenrechte aufmerksam zu machen. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg, vielleicht gerade deshalb, da wir durch eine neue und originelle Aktionsform junge Leute ansprechen konnten. Wir konnten erneut viele Postkarten für unsere Darfur-Aktion sammeln und vielen InteressenteInnen von unserer Arbeit berichten. Durch viele Plakate, ausgelegte Info-Materialen, und einer Plakatreihe mit Menschenrechts-Lebenslauf als Blickfang gelang es uns unserem Thema Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die katholische Fachschaft hat uns nach dem Fest einen Teil des Erlöses (etwa 200 Euro) gespendet.

Nachdem wir bereits im Sommersemester eine Veranstaltung zu der Lage im Sudan unterstützt hatten, informierten wir dieses Semester die Passanten auf der Neckarbrücke über die dort andauernde Krise. Es gelang uns innerhalb kurzer Zeit viele Unterschriften an die Tübinger Bundestagsabgeordneten zu sammeln, um ein größeres deutsches Engagement in Darfur einzufordern. Informationen zu weiteren amnesty Aktionen zum Thema Sudan: http://www.amnesty.de/presse/2010/1/5/einladung-zur-weltweiten-aktion-fuer-frieden-im-sudan?destination=node%2F3018
Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem Dies Universitatis in der Neuen Aula und auf dem Alternativen Dies im Clubhaus vertreten. Wir haben viele StudienanfängerInnen und Interessierte für unsere Arbeit begeistern können und sowohl Informationsmaterialien, als auch Anklagen-Hefte verteilt.
Obwohl Folter in Russland gesetzlich verboten ist, ist sie in vielen Polizeistationen Realität. Gerade auf dem Land sehen schlecht ausgebildetet Polizisten körperliche Misshandlungen als schnellsten Weg zum Geständnis an. Wir haben in Tübingen versucht mit einer Mahnwache auf diesen Misstand aufmerksam zu machen. Mit Schildern, auf welchen Beispiele für die Zustände in Russland genannt wurden, war die Aktion auf der Neckarbrücke nicht zu übersehen und innerhalb einer Stunde unterschrieben viele Leute Postkarten an den russischen Präsidenten Medwedew mit der Aufforderung, sich für eine Verbesserung der Situation einzusetzen.

Amnesty international unterstütze mit vielen anderen Gruppen wie Terre des femmes und FIAN eine Informationsveranstaltung im Kupferbau zur Lage in der westsudanesischen Region Darfur. Der Dokumentarfilm "Sand und Tränen" informierte zur Lage im Sudan, anschließend hielt die Studentin Andrea Rüdiger einen Vortrag zu den Reaktionen und Verpflichtungen der Bundesrepublik. Im Anschluss an die Veranstaltung gab es die Möglichkeit an einer Postkartenaktion teilzunehmen und Politiker zu mehr Engagement aufzufordern. Mehr Informationen zur deutschen Politik bezüglich der Krise im Sudan bietet der Blog: http://darfur.blog.de/
Die kamerunische Menschenrechtlerin Madeleine Afité, welche an Pfingsten einen Menschenrechtspreis in Frankreich verliehen bekommen hat, hielt im Mai in Tübingen einen Vortrag mit dem Titel "Kamerun: Mundtot aber nicht mutlos" Sie berichtete vom schonungslosen Umgang der Regierung mit kritischen Menschen, welcher sich gerade bei den Februarunruhen 2008 gezeigt hatte und der schwierigen Situation von Frauen. So unterdrückt Kameruns Regierung öffentliche Kritik mit Folter und scharfen Schüssen. Die Sicherheitskräfte genießen weitgehend Straflosigkeit. Mit willkürlichen Verhaftungen, unfairen Gerichtsverfahren, Einschüchterungen bis hin zu Todesdrohungen wird gegen VertreterInnen der Zivilgesellschaft, MenschenrechtlerInnen, JournalistInnen, PolitikerInnen und Oppositionelle, die sich kritisch äußern, vorgegangen. Madeleine Afité berichtete außerdem über Themen, bei denen zu oft weggeschaut und geschwiegen wird: die Ausbeutung von Mädchen und jungen Frauen, Genitalverstümmelung und über die Situation von Frauen in Gefängnissen.


Seit mehr als 100 Jahre wird der 1. Mai als "Tag der Arbeit" gefeiert. In Tübingen war dieses Jahr dabei auch die Hochschulgruppe von amnesty international auf dem Marktplatz mit einem Stand vertreten. Wir nutzten den Stand um auf die Situation von Gewerkschaften und ihren Mitgliedern, die aufgrund ihres Engaments bedroht sind, aufmerksam zu machen. So sammelten wir Unterschriften für den Schutz von Gewerkschaftern in Kolumbien, die Freilassung eines seit 2007 inhaftierten Gewerkschftsführers im Iran und die Freilassung dreier führender Mitglieder einer unabhängigen Gewerkschaft aus Vietnam. Mehr Informatioen zu diesen Fällen und weitere Berichte zur weltweiten Lage der Menschenrechte sind auf www.amnesty.de zu finden.
Am 10.12.1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal. Fast alle Staaten erkennen die Menschenrechte inzwischen als universale und unveräußerliche Rechte jedes Einzelnen an. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist Grundlage völkerrechtlicher Verträge und vieler Staatsverfassungen. Sie inspirierte den Kampf um das Ende der Apartheid und die Demokratisierung in Osteuropa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie bildet die Basis für jeden Fortschritt bei der Abschaffung der Todesstrafe, bei der Ächtung der Folter, für den Schutz von Kinderrechten. Weltweit engagieren sich Millionen Menschen einzeln und in Gruppen für ihre Rechte und die der anderen.
Die Ortsgruppen der Organisationen FIAN, Unicef, Studieren ohne Grenzen, Gesellschaft Kultur des Friedens und Amnesty International haben am 10.12.2008, dem Tag des 60. Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, an die Menschenrechte erinnert: vormittags wurden in der Innenstadt die Menschenrechte dramatisch in Szene gesetzt werden, während den Nachmittag über an Ständen am Tübinger Holzmarkt von den beteiligten Gruppen vielfältige Informationen rund um das Thema Menschenrechte bereitgestellt wurden.
Den Höhepunkt des Tages bildete eine Lichterkette vom Holzmarkt bis zum Marktplatz vor der Stiftskirche, wo wir mit Tübinger Bürgerinnen und Bürger eine große 60 formten.
Internetbanner zu den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gibt es hier [zip/png].
Wir haben am Freitag den 17.10.2008 in Tübingen an der Mensa Morgenstelle und der Mensa Wilhelmstraße einen Stand Up gegen Armut und für die UN Millenniumsziele organisiert. Auf der Morgenstelle waren wir leider nur sechs Leute. Vor der UB an der Wilhelmstraße waren es um die 30, die aufgestanden sind.
Weitere Informationen zu dem STAND UP und den UN Milleniumszielen gibt es unter stelldichgegenarmut.de.
Wir hatten sowohl einen Informationsstand auf dem Dies als auch auf dem AlDi. Wir haben sehr viele nette Leute kennengelernt.
Wir haben viele Anklagen verteilt (am Ende hatten wir keine mehr) und auch die amnesty Aktion zu 60 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde gut angenommen.
Ein kurzes Interview mit der Wüsten Welle und Interessierte für unsere Gruppe rundeten den Tag ab.